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  • Über die Gruppe

Das Netzwerk "Zivile Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" trifft sich seit September 2014 in regelmäßigen Abständen in Berlin. Entstanden ist es auf der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig. Als Vertreter_innen politischer, zivilgesellschaftlicher und wissenschaftlicher Organisationen führten uns die kritische Begleitung der Enquete- Kommission des Bundestages „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ und die dynamische Erfahrung der wachstumskritischen Bewegung zusammen. Unser Ziel ist die Etablierung einer politischen Plattform als Knotenpunkt der wachstumskritischen Debatte im deutschsprachigen Raum und als gemeinsamer Nährboden für entsprechende Projekte. Wir möchten die weitere Vernetzung und den Dialog inner- und außerhalb wachstumskritischer Kreise fördern und gezielte Eingriffe in politische Praxen und Diskurse vornehmen, zu ihnen Stellung beziehen und sie hinterfragen. Und wir möchten die Rolle von Wirtschaftswachstum in Forschung und Bildung auf den Prüfstand stellen und eine intensivere Befassung mit wachstumskritischen Inhalten einfordern. Dabei verstehen wir uns als Bindeglied zwischen zivilgesellschaftlichen und wissenschaftlichen Initiativen für einen sozial-ökologischen Umbau einerseits und der Ebene der parlamentarischen Politik und der Verwaltung andererseits.

Wir teilen folgende Grundüberzeugungen:

Globale Zukunftsfähigkeit erfordert eine Reduktion der weltweiten Emissionen und der Ressourcenbeanspruchung auf ein verträgliches Maß innerhalb der planetarischen Grenzen. Diese Aufgabe ist an unterschiedliche Verantwortlichkeiten geknüpft. Länder mit niedrigem Versorgungsniveau („Globaler Süden“) brauchen eine bessere Ausstattung mit bestimmten Basisgütern, was tendenziell mit steigenden Verbräuchen einhergehen wird, während Länder mit hohem Versorgungsniveau („Globaler Norden“) ihre Verbräuche radikal verringern müssen. Dafür ist eine Überwindung des Paradigmas materiellen Wachstums genauso entscheidend wie eine Neudefinition von Wohlstands- und Gerechtigkeitskonzepten in den 'reichen Ländern'. Und auch innerhalb dieser Länder muss die polarisierte Verteilung gesellschaftlichen Reichtums, die Resultat und Triebkraft von Wachstumszwängen ist, auf ein konsensuales Niveau gebracht werden. Unsere übergreifenden Leitbilder sind intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit, die Befähigung aller Menschen zu einem guten Leben in Würde sowie der Erhalt der dazu nötigen natürlichen Grundlagen. Gesellschaftliche Entwicklung im Sinne dieser Vision ist aber nur möglich im Rahmen eines umfassenden Transformations- und Lernprozesses. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist der Aufbau wachstumsunabhängiger Wirtschafts- und Lebensweisen, der von einer – aus der Zivilgesellschaft hervorgehenden – Erneuerung der demokratischen Kultur begleitet werden muss.

Schlagwörter: Degrowth, Postwachstum, Green Growth, Wachstumskritik, Politik
Themen: Mobilität, Energie, Umwelt, Bildung, Ernährung und Konsum, Geld und Finanzen, Arbeit und Recht

Verwandte Projekte/Gruppen: AG 3: Lobby-Strategie, AG I Kommunikation, AG Politikvorschläge, Fokus Wachstumswende, FöWa e.V. | Vorstand

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Gruppen-Administrator:  Miriam Boschmann , Andreas Siemoneit , Jana Holz , Hermann Ott

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