• 09:00 o'clock until 17:00 o'clock (Europe/Berlin)

  • In aller Kürze: *Ein zentrales Konfliktthema im Feld von Diversität sind Fragen nach Zugehörigkeit und Ausschluss. In diesem zweitägigen Seminar betrachten wir Bedingungen und Begrenzungen von Zugehörigkeit sowie Tabus und Ideale in diesem Bereich – sowohl in unseren Biografien als auch in unseren Organisationen heute. *

    Ich möchte in meiner Organisation, meinem Verein, meinem Team dazugehören, Teil sein, beteiligt sein, mich sicher und angenommen fühlen. Diese Bedürfnisse sind zutiefst menschlich. Ist ihre Erfüllung gefährdet, meldet sich sogleich die Angst vor dem Gegenstück zur Zugehörigkeit: dem Ausschluss. Ausschluss gilt es um jeden Preis zu vermeiden, da sind sich alle schnell einig. Nur: Zugehörigkeit wird beliebig, wenn sie nicht begrenzt wird – ein Dilemma.

    Im Workshop betrachten wir Konflikte rundum Zugehörigkeit in unseren Organisationen: Wer hat einen sicheren Platz und wer ist ausgeschlossen? Was tue ich dafür, um dazuzugehören – oder um draußen zu sein? Wie begrenzt die Organisation Zugehörigkeit und sind diese Grenzen besprech- und verhandelbar oder tabuisiert?

    Und welche biografischen Hintergründe tauchen bei mir im Feld von Zugehörigkeit und Ausschluss auf? Was habe ich diesbezüglich in den verschiedenen Gruppen und Strukturen, die für meinen Lebensweg prägend waren, erlebt? Welche Tabus habe ich verinnerlicht und was schützen sie? Welche Ideale trage ich in mir, was ist deren wertvoller Kern und wo lähmen sie mich?

    Den ersten Tag widmen wir der biografischen Arbeit und wenden uns am zweiten Tag dann den aktuellen Organisationskonflikten und Ansätzen ihrer Bearbeitung zu.

    Trainer*innen: Die Weiterbildung wird geleitet von Lukas Perka und Julia Legge. Seit 2020 arbeiten wir gemeinsam zu verschiedenen Konfliktfeldern und -themen wie etwa Solidarität, Zugehörigkeit oder Macht und Ohnmacht. Wir arbeiten mit dem ATCC-Ansatz zur Konfliktbearbeitung, der Perspektiven aus der Transaktionsanalyse, dem Gestalt- und dem systemischen Ansatz mit Elementen aus der Theaterpädagogik und der Themenzentrierten Interaktion verbindet.

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